|
Handball in Bad Salzungen gibt es schon seit den 30-iger Jahren. Zu dieser Zeit spielte die "SCHWARZE ELF" im Dorf Allendorf. Zu dieser Zeit wurde gegen die Mannschaften von Tiefenort und Wernshausen gespielt.
Nach dem Krieg war es besonders Robert Liemen zu verdanken, dass in Allendorf wieder mit dem Handballspielen begonnen wurde. Neben der Männern gab es eine Damen- und eine Jugendmannschaft. Im Jahre 1951 war die Geburtsstunde für die BSG "EINHEIT" Bad Salzungen gekommen. Zur Gründung gab es die Sektionen Fechten, Schach, Turnen und Leichtathletik. Als Trägerbetrieb fungierte die Kreis- und Stadtverwaltung. Der Sportfreund Werner Schleicher war der erste BSG-Leiter des neu gegründeten Vereins. Ein Jahr später kam die Sektion Handball hinzu. Die Männer schafften sofort den Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksklasse. Nach diesem Aufstieg kam es zur Fusion mit dem Allendorfer Verein. In den ersten Jahren wurde gegen die Mannschaften von Vacha, Tiefenort und Bad Liebenstein (damals Bezirksmeister) gespielt. Danach ging es bis in die Bezirksliga und gegen weitere Mannschaften wie aus Breitungen, Wernshausen, Niederschmalkalden, Barchfeld, Mihla und Krauthausen. Die Handballer waren sehr aktiv beim Bau des Bad Salzunger Stadions. Die Hilfsmittel waren sehr begrenzt, so war es keine leichte Arbeit. Leider durften sie nach der Fertigstellung nicht dort spielen und mussten weiterhin auf dem Haad antreten. Die Männermannschaft von 1954 bei einem Vergleich mit dem SV Böddiger:
Die Bad Salzunger männlich Jugend A gewann 1958 das Endspiel um die Kreismeisterschaft in Bad Liebenstein gegen die favorisierte Heim-Elf. Bis zum Jahre 1963 wurde Großfeldhandball gespielt. Danach kamen die ersten Hallen wie in Wernshausen und der Hallenhandballsport hielt Einzug. Anfang der 70-iger Jahre gab es wieder eine Einheit-Frauen-Mannschaft. Die Handballer nahmen jedes Jahr an den 1. Mai-Festumzügen teil. Hier 1971 zum 20-jährigen Bestehen des Vereins:  In den ersten Jahren des Hallenhandballsports spielten die Mannschaften von Einheit in der Sporthalle in Hämbach. 1972 wurde in Bad Salzungen eine der größten Hallen im Bezirk Suhl, die Werner-Seelenbinder-Halle, eingeweiht. Die Handballer organisierten hierzu ein großes Sportereignis. Es wurden die Oberligamannschaften des SC Magdeburg und des SC Leipzig zu dem Halleneröffnungsspiel eingeladen. Der SCM war mit seiner Erfolgsmannschaft angereist. Darunter Günter Dreibrodt, Harry Jahns und Hartmut Krüger. Beim SCL wirkten unter anderem Karl-Heinz und Peter Rost mit. Die Partie in der voll besetzten Halle wurde von den Sportfreunden Hein aus Wernshausen und unserem Rolf Bögel geleitet. In den 60er, 70er und 80er Jahren war es dem Übungsleiter Rolf (Rolli) Bögel zu verdanken, dass Einheit Bad Salzungen im männlichen Nachwuchsbereich immer erfolgreiche Mannschaften hatte. Wöchentlich gab es bei ihm ein knallhartes Konditions- und ein technisch/spieltaktisches Training. Die Jugendlichen waren bei seinen Trainingseinheiten immer begeistert bei der Sache und erarbeiteten sich die Grundlagen für die vielen Erfolge. Die männliche Jugend A von 1973 war eine der besten Einheit-Nachwuchsmannschaften. Sie wurde in diesem Jahr Bezirksmeister und nahm an der Vorrunde zu den DDR-Meisterschaften in Magdeburg teil. Die Schützlinge von Rolf Bögel schlugen sich dort bravorös. Die männliche Jugend B von 1976. Reinhard Morys aus dieser Mannschaft schaffte später als 19-jähriger den Sprung in die Oberligamannschaft von Dynamo Suhl, wo er als Kreisläufer sein hohes Können zeigen konnte. Bei den Kreisspartakiaden war der Nachwuchs der Einheit immer erfolgreich. 1980 wurde sogar die Bezirksspartakiade der männlichen Jugend A gewonnen. Die männliche Jugend A 1981 gewann wiederum nach 1973 den Bezirksmeistertitel und spielte zur Vorrunde der DDR-Meisterschaften in Weimar gegen die Mannschaften des SC Leipzig und von Delitsch. Ein Jahr später wurde die fast gleiche Mannschaft der männlichen Jugend A Vize-Bezirksmeister: Die Männermannschaft im Jahre 1979. In dieser Besetzung spielten die Männer bis in die 80er Jahre in der Bezirksliga Suhl gegen Gegner wie Suhl II, Ilmenau, Meiningen, Sonneberg, Wernshausen, Niederschmalkalden und Breitungen. In den 80er und 90er Jahren gab es neben der Männermannschaft auch wieder eine Frauenmannschaft. Unter dem Übungsleiter Rolf Möller holte diese Mannschaft Mitte der 80er den Bezirkspokal. Bei den Frauen spielten viele gute Handballerinnen aus Barchfeld mit. Anfang der 90er gab es sogar 2 Frauen-Teams:  Die erste Mannschaft wurde vom Sportfreund Bernd Nezold und die zweite vom Sportfreund Jürgen Richter betreut. Die erste Damenmannschaft wurde 1992 Sieger der Verbandsliga, verzichtete aber auf die Möglichkeit in die Thüringen-Oberliga aufzusteigen, da die Männermannschaft in diesem Jahr in die Thüringen-Oberliga aufstieg. Der größte Erfolg nach der Wende für die Männer war der Aufstieg 1992 in die Thüringen-Oberliga. Die Aufstiegsmannschaft:
Die Nachwuchsarbeit der 90er Jahre wurde durch den Einsatz der Übungsleiter Doreen Protzmann, Andrea Sudan, Michael Kessler, Frank Hafenrichter und Svend Bögel geprägt. Es sind viele talentierte Sportler ausgebildet worden, die sich in den nächsten Jahren in der Frauen- und Männermannschaft profilieren werden. Die Frauenmannschaft 1997 mit den sympathischen Sponsoren Candy Hermann und Enzo Candioti bei der Übergabe der neuen Trainingsanzüge.  In den 90er Jahren nahmen die Frauen in der Verbandsliga immer einen guten Mittelplatz ein. Diese Mannschaft war es dann, die im Jahre 2000 den Aufstieg in die Thüringen-Oberliga der Frauen perfekt machte. Einen großen Anteil am Erfolg hat der Trainer Reiner Kremmer. In der Saison 2000/2001 stellten sich die Frauen der Herausforderung Oberliga. Durch den Einbau von 3 Neuzugängen und einem großen Kampfgeist, gelang es die Klasse zu halten:
Am 09.06.2001 fanden die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der "Einheit" statt. Dem gut besetzten Jubiläumsturnier folgte die Festveranstaltung, zu der der Bürgermeister der Kreisstadt, Manfred Seidler, begrüßt wurde.
|